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Aussstellung "Neue Wege gehen" in der Frauenklinik - Malprojekt mit krebsbetroffenen Frauen

„Jede Frau geht anders mit der Krankheit um“, weiß Frauenklinik-Chefarzt Dr. Markus Jansen. Um sich einmal in der Woche von der Krankheit Krebs abzulenken, nahmen zehn Frauen seit September vergangenen Jahres an dem Malprojekt „Neue Wege gehen“ teil. Entstanden sind die eindrucksvollen Bilder während eines Malprojektes von September bis Dezember 2014 mit krebsbetroffenen Frauen in der EUREGIO-KLINIK. Die Teilnehemerinnen wurden beim Malen zum freien Ausprobieren im Umgang mit den Farben und Papier motiviert. Dieser offene Umgang ermöglicht es den Malerinnen, völlig einzutauchen in einen Malprozess, wobei die geförderte Vertiefung jeweils entspannend und entlastend wirken kann.

Es ist eine aktive Möglichkeit, der eigenen Lebendigkeit und Kreativität Raum zu geben. Das Malen kann eine wohltuende Wirkung auf Körper, Seele und Geist haben. Wir können uns vertiefen, uns vom Bild leiten lassen, Veränderungen entwickeln, genießen und Neues in uns entdecken. Man braucht nicht malen zu können. Hier steht das Tun im Vordergrund. In geschützter Atmosphäre, ohne Wertung, ohne vorgegebenes Thema oder Tempo, malt jede ihre eigenen Bilder. Hierbei möchte Marita Möllers, Kunsttherapeutin, die Malenden und den Entstehungsprozess ihrer Bilder unterstützen.

Ängste und Hoffnungen vermalen

„Ich bin dabei, um mit der Krankheit fertig zu werden. Ich versuche, meine Ängste und Hoffnungen zu vermalen“, sagte Hannah Sweers-Kathorst. Für die 53-jährige Neuenhauserin und die anderen Teilnehmerinnen waren und sind besonders die Behandlungen und der Gedanke an den Krebs eine psychische Belastung.

Die Idee für das Projekt hatte die Psychoonkologin der EUREGIO-KLINIK Gabriele Moormann, die in Kooperation mit der Kunstschule der städtischen Galerie krebsbetroffene Frauen ansprach und zu dem Kurs motivierte. Dr. Markus Jansen: „In der Malerei können die Frauen ihre Gefühle zum Ausdruck bringen.“ Auch sei aus medizinischer Sicht die körperliche oder psychische Aktivität gut für die Bewältigung der Krebskrankheit.

Überwiegend nur mit den Händen gemalt

Motive wie ein Sonnenuntergang, Wälder, Tiere oder Unterwasserwelten zieren die eingerahmten Bilder. Eine Malerei mit dem Namen „Herzen in Liebe eingebettet“ zeigt ein von den Farben rot und pink dominiertes Bild. „Eigentlich mochte ich die Farbe rot nie. Ich war erstaunt, was beim Malen einfach rauskommt“, meine Dorothea Krämer. „Die Herzen sind meine Lieben, die mich bewacht haben.“ Gemalt hat die 65-Jährige ohne Pinsel und nur mit ihren Händen. Dadurch habe sie ihre Gefühle besser zum Ausdruck bringen können: „Man fühlt sich einfach total frei.“

Die zehn Frauen durften sich selber aussuchen, welche Motive ihre Bilder schmücken sollen. Oft haben aber auch die Emotionen an den einzelnen Tagen das Ergebnis beeinflusst, erklärte Anja Hanenkamp. „Auch wenn man eine Idee im Kopf hat, entsteht immer etwas anderes. Die Stimmung hat eine große Rolle gespielt.“

Das sagen die Teilnehmerinnen:

  • Das Malen lenkt mich sehr gut ab – ist sehr befreiend und es ist entspannend – dabei kann ich alles um mich herum vergessen.
  • Während der Zeit vergisst man die Krankheit. Es ist eine schöne Gemeinschaft.
  • Ruhe, Erholung der Gedanken, Zeit für mich.
  • Erinnerung an meine Mutter, die so tolle Bilder gemalt hat. Entspannung – einfach mal die Krankheit vergessen.
  • Pure Befreiung und entspannen – loslassen. Stärkung für die ganze Woche. Freue mich über das Malprojekt.

Die Ausstellung in der Frauenklinik der EUREGIO-KLINIK dauerte vom 24.03.2015 bis Ende April 2015.

Fotos von der Eröffnung der Ausstellung in der EUREGIO-KLINIK.

 

 

Fotos: EUREGIO-KLINIK

Pressebericht: Grafschafter Nachrichten 

veröffentlicht am: 24. März 2015

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Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster