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Informationsveranstaltung zu neuen Therapien der Multiple Sklerose (MS) der Klinik für Neurologie der EUREGIO-KLINIK stieß auf großes Interesse

Mehr als 80 Teilnehmer, zum Teil aus den Niederlanden, besuchten kürzlich die Informationsveranstaltung zu neuen Therapiemöglichkeiten der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) in der Denkfabrik im Pier 99. Hierzu hatten die Neurologische Praxis und Neurologische Klinik der EUREGIO-KLINIK eingeladen.

„Mit einem so großen Interesse haben wir nicht gerechnet“, zeigte sich PD Dr. med. Stefan Probst-Cousin freudig überrascht und nannte einen möglichen Grund: „Das Informationsbedürfnis bei betroffenen Patienten zu aktuellen Therapieansätzen bei MS ist sehr groß.“

„Bisher stand zur Verhinderung von MS-Schüben vorwiegend eine mit Spritzen zu injizierende Dauertherapie zur Verfügung“, erläuterten Matthias Hennig (Neurologische Praxis) und Dr. med. Stefan von Kegler (Oberarzt, Neurologische Klinik der EUREGIO-KLINIK) zu Beginn ihrer Vorträge. Sie gaben für Betroffene einen hoffnungsvollen Ausblick: „Seit einigen Monaten gibt es für die Behandlung auch alternativ Tabletten.“ In einer ausführlichen Diskussion wurden die Vor- und Nachteile dieser neuen Therapiemöglichkeiten beleuchtet. Grundsätzlich wiesen die Experten darauf hin, dass eine Umstellung von einer bisher gut vertragenen Spritzen-Basistherapie auf eine der neuen oralen Therapien nicht zwingend notwendig ist, aber bei Unverträglichkeiten oder geringerem therapeutischen Ansprechen eine sinnvolle Option darstellt.

Auch im Rahmen der Eskalationstherapie, wenn also die Basistherapie nicht mehr hinreichend greift, gibt es Neuigkeiten. PD Dr. med. Stefan Probst-Cousin (Chefarzt, Neurologische Klinik der EUREGIO-KLINIK) berichtete über eine neue Infusionstherapie bei hochaktiven Verläufen der MS-Erkrankung, bei der in Studien eine Effektivität nachgewiesen wurde. Im Abstand von einem Jahr werden insgesamt acht Infusionen über einen Zeitraum von fünf Jahren injiziert. „Aufgrund möglicher Nebenwirkungen im Sinne anderer Autoimmunerkrankungen steht diese Therapie jedoch nur ausgewählten Patienten zur Verfügung“, betonte Probst-Cousin und nannte einen wesentlichen Grund: „Disziplin und Durchhaltevermögen sind bei Patienten Voraussetzung, da monatliche Laborkontrollen über fünf Jahre erforderlich sind.“

Ein reger Meinungsaustausch zu den neuen Informationen setzte den Schlusspunkt einer erfolgreichen Informationsveranstaltung.

 

veröffentlicht am: 27. Mai 2014

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