Feierliche Einsegnung des Medizinisch Ambulanten Zentrums

Rund eineinhalb Jahre sind vergangen, seit das Großbauprojekt „Medizinisch Ambulantes Zentrum (kurz MAZ)“ auf dem Gelände der Euregio-Klinik gestartet ist. Nun wurden die Räumlichkeiten durch Weihbischof Johannes Wübbe, stellvertretender Superintentend Pastor Ulrich Hirndorf und stellv. Präses Pastor Christoph Wiarda im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes eingesegnet.

Nachdem Geschäftsführer Michael Kamp die rund 100 geladenen Gäste aus der Region und darüber hinaus begrüßt hat, verdeutlicht er die Bedeutung des MAZ für die Euregio-Klinik. „In der Medizin erleben wir eine zunehmende Ambulantisierung – immer mehr Leistungen sollen künftig ambulant erbracht werden. Mit unserem Medizinisch Ambulanten Zentrum stellen wir uns, gemeinsam mit den in der Grafschaft tätigen niedergelassenen Fach- und Hausärzten, für diese Entwicklung auf. Wir freuen uns, das ambulante und stationäre Geschäft auf dem Klinikcampus zu vereinen. Dies wird spürbare positive Effekte für unsere Patienten und Mitarbeiter bringen.“

Das MAZ beherbergt auf über 4.700 Quadratmetern eine öffentliche Apotheke, das Mammographie Screening, eine KV-Bereitschaftsdienstpraxis, die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), einen großzügigen Konferenz- und Tagungsbereich, diverse Medizinische Versorgungszentren der Euregio-Klinik, einen Teil der Krankenhausverwaltung und im dritten Obergeschoss das MVZ Onko medical von Dr. Sauer und Herrn Podewski. Herzstück bildet das ambulante OP-Zentrum im Erdgeschoss mit zwei voll ausgestatteten ambulanten OP-Sälen, in denen zukünftig die Fachabteilungen Gynäkologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie die Unfall- und Handchirurgie ihre ambulanten Eingriffe durchführen werden. Auch die Belegabteilungen für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie werden in den neuen Sälen operieren.

Stellvertretend für die Gesellschafter stellen Landrat Uwe Fietzek und Dr. Gerd Uffelmann in ihrer Rede die Rolle der Euregio-Klinik für die Region heraus: „Mit der Euregio-Klinik verfügen wir in der Grafschaft Bentheim über eine Klinik, die als Grund- und Schwerpunktversorger eine hervorragende medizinische Versorgung leistet, sehr gut aufgestellt und in der deutsch-niederländischen Grenzregion fest etabliert ist“. Aufsichtsratsvorsitzender Franz Loth fügt hinzu: „Das MAZ fügt sich nahtlos in eine ganze Reihe von zukunftsweisenden Maßnahmen seit dem Zusammenschluss der beiden Nordhorner Krankenhäuser – des Marienkrankenhauses und des Grafschafter Klinikums – zur Euregio-Klinik im Jahr 2007 und der damit verbundenen Einhäusigkeit ein. Heute wird einmal mehr deutlich: Die Euregio-Klinik hat ihre ‚Hausaufgaben‘ hinsichtlich der Ambulantisierung gemacht.“

Regionale Partner und nachhaltige Bauweise

Mit Gesamtkosten von etwa 20 Millionen Euro wurde das MAZ vollständig ohne öffentliche Fördermittel realisiert. Zu den Gesellschaftern gehören neben der EUREGIO-KLINIK auch die Grafschafter Volksbank sowie vier weitere private Investoren.

Die Planung des Projekts übernahm das Architekturbüro Potgeter & Wefelshütten aus Nordhorn, während die Umsetzung durch den Projektentwickler GMP erfolgte. „Das Gebäude fügt sich hervorragend in die Umgebung ein“, erklärt GMP-Geschäftsführer David Korte. Auch architektonisch harmoniert das MAZ mit dem bestehenden Klinikkomplex – die Klinkerfassade im unteren Bereich und die verputzten oberen Etagen schaffen eine stimmige Gesamtoptik.

Ein besonderes Augenmerk wurde zudem auf die Nachhaltigkeit gelegt: Das viergeschossige Gebäude erfüllt den höchsten NH40-Standard und ist mit einer QNG-Zertifizierung ausgezeichnet. Zur Beheizung werden Erdwärme mittels Erdsonden genutzt, und der für die Wärmepumpe benötigte Strom wird von einer Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt.

Tag der offenen Tür

Nachdem der Neubau nun offiziell eingesegnet wurde, lädt die Euregio-Klinik zum Tag der offenen Tür ein. Das MAZ öffnet am Sonntag, den 12. April zwischen 11 und 17 Uhr seine Türen. Die Besucher erwartet neben einem Imbiss und einem Kaffee- und Kuchenverkauf ein buntes Programm. Zudem stehen die Mitarbeiter gerne für Fragen und Führungen zur Verfügung.

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