„Behandle jeden Patienten so, wie du selbst gerne behandelt werden möchtest.“

Chefarzt Dr. med. Rüdiger Möller

Das Team der Gefäßchirurgie behandelt Patienten mit Erkrankungen der Halsschlagader (Carotisstenose), arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine (Claudicatio intermittens, „Schaufenster-Krankheit“), Krampfadern der Beine oder Venenleiden (Varikosis), offenen Beinen, einer Erweiterung der Hauptschlagader (Aneurisma) oder anderer Schlagadern.

Die Gefäßchirurgie besteht nicht nur aus der Klinik, sondern mit ihr ist auch ein MVZ für Gefäßchirurgie verbunden, welches unter der Leitung von Dr. Möller geführt wird. Dadurch besteht die Möglichkeit, ohne großen Aufwand ambulante Vorstellungen zu planen und die Möglichkeit der poststationären Nachsorge sowie der Verlaufskontrolle in einer Abteilung. Das Ergebnis ist eine Versorgung aus einer Hand, die eine bessere Verbindung von stationärer und ambulanter Behandlung gewährleistet. Das verbessert die Erhaltung des erzielten Ergebnisses.

Kontakt

Chefarztsekretariat und Anmeldung
Petra Meier

Tel. +49 (0) 5921 84-1641
Fax +49 (0) 5921 84-1645

E-Mail
gefaesschirurgie@euregio-klinik.de

Sprechzeiten

Montags bis donnerstags
8.30 bis 12.30 Uhr
13.00 bis 16.00 Uhr

Freitags
8.30 bis 12.30 Uhr
13.00 bis 15.00 Uhr

Schwerpunkte

Halsschlagader-Verengung

Jährlich ereignen sich ca. 220.000 Schlaganfälle bundesweit. Der Schlaganfall stellt nach kardialen Erkrankungen und malignen Neubildungen die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar und ist auch die häufigste Ursache für eine Pflegebedürftigkeit im Alter. Durch eine rechtzeitige, in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchführbare Halsschlagaderoperation kann man dies verhindern. Hierzu wird in der Regel eine Kalkausschäl- bzw. Erweiterungsplastik der inneren Halsschlagader durchgeführt. Die Indikation zur Operation erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Neurologie.

Bauch-/Becken-Schlagader-Erweiterung (Aneurysma) 

Unter einem Aneurysma versteht man die Erweiterung einer Schlagader, vordergründig bedingt durch die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) sowie Bindegewebsschwäche. Die Hauptgefahr besteht aber darin, dass ein Aneurysma plötzlich platzen kann und somit eine innere Blutung verursacht, die zum Tode führen kann. Aus diesem Grund sollte man das Aneurysma rechtzeitig entdecken (z. B. durch eine schmerzlose und strahlenfreie Ultraschalluntersuchung) bzw. behandeln. Therapeutisch setzen wir, wenn möglich, über minimal-invasive Leistenzugänge eine Stentprothese ein und überbrücken somit die Ausbuchtung. Dieser Eingriff ist schonender als eine offene Operation, bei der die Bauchhöhle eröffnet wird und eine Rohr- oder Y-Prothese eingesetzt wird. Diese wird durchgeführt, wenn ein minimal-invasives Verfahren nicht möglich ist.

Bauch-/Becken-Schlagader-Einengung bzw. -Verschluss 

Hierbei wird die Engstelle im Bereich der Bauch-/Beckenschlagader entweder per Katheterverfahren (Ballon-Stent) oder offen operativ mittels z. B. einer Bypassoperation versorgt. In manchen Fällen wird ein Kombinationsverfahren der o. g. Methoden angewandt, um die Belastung der Patienten zu reduzieren.

Schaufensterkrankheit

Die häufigste Erkrankung der peripheren Gefäße in den Industrienationen ist die arterielle Verschlusskrankheit (pAVK). Bundesweit sind etwa 3,2 Mio. Menschen betroffen. Aktuell werden aufgrund einer pAVK in Deutschland jährlich ca. 30.000 Amputationen durchgeführt. Unser Ziel ist es, durch moderne minimalinvasive, interventionelle und operative Methoden, angepasst an das Krankheitsstadium die Folgen der Erkrankung zu minimieren. Hierzu finden verschiedene Methoden wie die Gefäßaufdehnung mit oder ohne Stentimplantation, Kalkausschälung und Erweiterungsplastik, Bypassimplantation oder auch die Behandlung mit Medikamenten Anwendung.

Diabetischer Fuß

In Deutschland gibt es acht Millionen Diabetiker. Pro Jahr entwickeln 250.000 eine offene Wunde am Fuß, den „Diabetischen Fuß“. Dessen Behandlung wird schwerpunktmäßig in der EUREGIO-KLINIK betrieben. Das beinhaltet die Durchblutungsverbesserung mit Katheter oder Bypass (Umgehung von Verschlüssen). Dazu gehört auch die Behandlung der Wunde durch die verschiedensten konservativen und operativen Methoden. In der Gefäßchirurgie wird eine enge Zusammenarbeit mit den Diabetologen der Grafschaft und den anderen Abteilungen der Klinik betrieben. Zur Abteilung gehören zertifizierte Wundmanager aus dem ärztlichen und pflegerischen Bereich.

Unser erklärtes Ziel ist die Vermeidung von Amputationen. Manchmal ist es allerdings nicht vermeidbar, dann ist es jedoch wichtig, dass ein Gefäßexperte die Situation beurteilt und behandelt. Dies ist durch die jahrzehntelange Erfahrung in der Gefäßchirurgie gewährleistet.

Weitere Infos:
Selbsthilfegruppe für Bein- und Armamputierte und deren Angehörige

Entfernung von Blutgerinnseln (Embolien) 

In manchen Fällen stellt ein Blutgerinnsel die Ursache einer Durchblutungsstörung dar. Hierbei wird therapeutisch ein Blutgerinnsel (Embolie) aus den entsprechenden Schlagadern entfernt und somit die Blutzufuhr wieder freigegeben. Auch hier finden perkutane und offene Verfahren gleichermaßen ihre Anwendung.

Behandlung von Gefäßverletzungen 

Hier geht es um die Versorgung von Gefäßverletzungen, z. B. infolge von Unfällen, häufig in Verbindung mit Knochenbrüchen und Weichteilschädigungen. Die Gefäßverletzungen werden im Rahmen von verschiedenen Rekonstruktionsformen z. B. durch eine Gefäßnaht bis hin zum Gefäßersatz behandelt. In der Regel finden diese Operationen in Zusammenarbeit mit der Unfallchirurgie statt.

Shuntchirurgie

Die Zahl der dialysepflichtigen Patienten ist in Deutschlang steigend und hat die 100.000 seit längerem überschritten. Diese Patienten sind in der Regel schwerkrank. Eine Dialysebehandlung findet in der Regel mehrfach in der Woche statt. Am günstigsten über einen gut laufenden arterio-venösen Shunt. Hier ist die frühzeitige Planung und Anlage eines Shunts notwendig.

Dazu gehört die Anlage eines Venen- oder Prothesenshuntes am Unterarm oder in anderen Regionen. Häufig findet dies in Regionalanästhesie oder Lokalanästhesie statt. Auch die sich im Rahmen von Dialysebehandlungen entwickelnden Engstellen werden behandelt, dies jedoch vorzugsweise minimal-invasiv. Falls Shuntanlagen nicht möglich sind, fällt die Anlage von Dialysekathetern ebenfalls in unseren Aufgabenbereich.

Venenerkrankungen

Hierzu zählen Krampfadern, offene Beine und Thrombosen. Neue Ultraschalltechnologie und Venenfunktionsprüfungen ermöglichen es uns, Untersuchungen der Venen ohne Röntgenstrahlen und Kontrastmittel durchzuführen. Ob und wenn ja, welche OP-Form angewendet wird, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den betroffenen Gefäßabschnitten ab. Das beinhaltet die „klassische“ offene Varizenoperation, die endovenösen Behandlungsformen und auch die Sklerosierungsbehandlung.

Konservative Wundbehandlung 

Dabei werden Patienten mit chronischen Wunden nach Abklärung/Verbesserung der Durchblutungssituation mit modernen Therapieverfahren versorgt, um die Amputationsrate so niedrig wie möglich zu halten. Die Bandbreite dieser Versorgungsmöglichkeiten umfasst die verschiedensten Optionen (Debridement, Madentherapie, VAC-Therapie etc.).

Interdisziplinäre Zusammenarbeit auf hohem Niveau

Ein wesentlicher Anteil unserer Arbeit ist die Behandlung des diabetischen Fußes sowohl in der Wiederherstellung der Durchblutung als auch in der Wundbehandlung. Der große Vorteil in unserer Abteilung ist die Versorgung des Diabetischen Fußes in der Breite der verschiedenen Behandlungsformen durch eine Abteilung. Das beinhaltet Verbesserung der Durch­blutung, die Wundbehandlung und Techniken des Hautverschlusses.

Ein Schwerpunkt in der Abteilung ist die minimalinvasive Behandlung von Durchblutungsstörungen. Ein weiterer Baustein ist die klassische Gefäßchirurgie, d. h. die Umgehung von Verschlüssen durch eigene oder künstliche Gefäße (Bypass) oder die Ausschälung von Verengungen.

Die venöse Therapie erfasst die Operation von Krampfadern (Varizen) und die (minimalinvasive) Therapie der chronisch venösen Insuffizienz einschließlich offener Beine. Die Behandlung der Venen beinhaltet die operative Behandlung der Krampfadern (Varizen) sowohl durch Entfernung als auch durch minimalinvasive Verfahren (endovenös durch Katheter oder Verödung). Die Akutbehandlung der Thrombose oder die Folgeschäden einer chronischen Venenschädigung („offenes Bein“) werden ebenfalls minimalinvasiv oder offen behandelt. Der Chefarzt der Abteilung führt die Zusatzbezeichnung Phlebologie, d. h. er besitzt eine zusätzliche Ausbildung für venöse Erkrankungen.

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie wie auch mit der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin können wir eine noch bessere und gezieltere Versorgung der Patienten mit Gefäßerkrankungen anbieten. Dazu gehört auch die Klinik für Gastroenterologie z. B. in der Diabetesbehandlung. In der Schlaganfallbehandlung ist eine enge Kooperation mit der Klinik für Neurologie vorhanden. Mit der Nephrologie auf dem Krankenhausgelände besteht eine enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Shuntchirurgie (Schaffung von Gefäßverbindungen für die Dialyse).

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Leitungsteam

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Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Gefäß­chirurgie, Phlebologe, Endo­vaskulärer Spezialist, Endo­vaskulärer Chirurg

Chefarzt Dr. med. Rüdiger Möller

Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Gefäß­chirurgie, Phlebologe, Endo­vaskulärer Spezialist, Endo­vaskulärer Chirurg

Oberarzt Ahmed Algharib

Facharzt für Gefäßchirurgie, Endovaskulärer Chirurg, Lympholog, Wundexperte (Wundarzt Diplom), Koordinator Diabetisches Fußsyndrom

Oberarzt Ahmed Algharib

Facharzt für Gefäßchirurgie, Endovaskulärer Chirurg, Lympholog, Wundexperte (Wundarzt Diplom), Koordinator Diabetisches Fußsyndrom

Oberärztin Lourina van Dortmont
Oberärztin Lourina van Dortmont
Gosen Koning Oberarzt Gefaesschirurgie
Oberarzt Giel G. Koning
Stellvertretende Pflegerische Leiterin Janina Fuchs

Station 20

Stationsleitung Janina Fliege

Station 20

Stationsleitung Eva Leipe

Station 22

Stationsleitung Eva Leipe

Station 22

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Für Ärzte

WEITERBILDUNGSERMÄCHTIGUNG

in der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie

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