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Wir möchten unseren Patienten einen informativen Einblick in den Behandlungsablauf einer Operation in unserem zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung geben. Unser Behandlungsprogramm fördert eine schnelle Erholung nach einer Operation. Hierbei werden gezielte Einzelmaßnahmen umgesetzt, die vor, während und nach der Operation Anwendung finden. Diese richten sich immer nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Intensive Vorbereitung und rasche Erholung in Anlehnung an das ERAS-Programm.

Sprechstunde

ohne Überweisung

Sprechstunde
Dr. Gerrit Beckmann
Leiter Endoprothetikzentrum

Montags
8.00 bis 16.00 Uhr
im MVZ für Chirurgie

Tel. +49 (0) 5921 84-1940
mvz-ch-nordhorn@euregio-klinik.de

Ansprechpartner (keine Terminvergabe)

Linda Assen (Physician Assistant)
Tel. +49 (0) 5921 84-2628
linda.assen@euregio-klinik.de

Sinan Ocakoglu (Pflegeexperte und ERAS-Nurse)
Tel. +49 (0) 5921 84-4213
sinan.ocakoglu@euregio-klinik.de

Sprechstunde

mit Überweisung

Endoprothetische Sprechstunde

Montags und donnerstags
9.00 bis 13.00 Uhr
Tel. +49 (0) 5921 84-1950

Sprechstunde
Chefarzt Dr. med Michael Henkel

Termine nach Vereinbarung
Tel. +49 (0) 5921 84-1636

Notaufnahme der EUREGIO-KLINIK (24/7 erreichbar)

Tel. +49 (0) 5921 84-1301

Informationen rund um die Operation

Vor der Operation

Vorbereitung auf die anstehende Operation

Tägliche Spaziergänge können sehr hilfreich sein, Ihren Körper bis zur Operation fit zu halten.
Verzichten Sie bitte auf Tabakkonsum in den Tagen vor der Operation. Dadurch reduziert sich das Risiko für Lungenkomplikationen und Wundinfektionen erheblich.
Trinken Sie bitte an den Tagen vor Ihrer Operation keinen Alkohol. Falls Sie Hilfe benötigen, Ihren Alkoholkonsum zu reduzieren, geben Sie uns bitte Bescheid.
Zur Vorbereitung auf Ihre Operation erhalten Sie ein Hygiene-Set mit octenisan® Waschlotion und octenisan® Nasengel. Bitte beginnen Sie fünf Tage vor dem geplanten Eingriff mit der Anwendung. Eine genaue Anleitung liegt dem Set bei.
Im Allgemeinen wird vor einer geplanten Operation eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung empfohlen. Sofern bei Ihnen keine Nierenerkrankung vorliegt, sollten Sie idealerweise eine Eiweißzufuhr von 1,2 bis 1,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht anstreben.

Beispiele für eiweißreiche Lebensmittel:

  • 100 g Lachs: 20 g Eiweiß
  • 100 g Quark: 12 g Eiweiß
  • 100 g Putenbrust: 23 g Eiweiß
  • 100 g Linsen: 24 g Eiweiß
  • 100 g Haferflocken: 14 g Eiweiß

Eine Gewichtsabnahme vor einer geplanten Operation sollte vermieden werden. Im Rahmen der stationären Aufnahme für Ihre Operation wird die ERAS-Nurse mit Ihnen gemeinsam ein kurzes Ernährungsscreening durchführen. Sollte es hier Auffälligkeiten geben, wird unser Ernährungsteam vor der Operation mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Vorbereitungen für Ihre Ankunft in Ihrem Zuhause

Bereiten Sie Ihr Zuhause bereits jetzt auf Ihre Rückkehr nach der Operation vor.

Bitte rechnen Sie damit, dass Sie einen kurzen Zeitraum zwischen dem Krankenhausaufenthalt und dem Beginn der Reha zu Hause überbrücken müssen. Sie werden unter Umständen Hilfe von Ihrer Familie oder Freunden für Einkäufe, den Haushalt oder im Bad benötigen. Eine frühzeitige Planung ab sofort wird Ihnen nach der OP sehr helfen. Sie können einen Krankenhausaufenthalt von ca. vier bis fünf Tagen nach der Operation einplanen.

Packliste

  • Unterhaltungsmedien, z.B. Bücher, Zeitschriften, Unterhaltungselektronik
  • Bequeme Kleidung, z.B. Jogginghose, Bademantel, festes Schuhwerk
  • Hygieneprodukte, z.B. Zahnbürste, Zahnpasta, Duschgel etc.
  • Etwas Kleingeld oder evtl. Bankkarte, falls Sie unsere Cafeteria besuchen möchten
  • Unterarmgehstützen, bzw. Rollator (mit Namen beschriftet), wenn vorhanden

Bitte lassen Sie Wertgegenstände, Schmuck und zu große Mengen Bargeld zu Hause. Die Klinik übernimmt keine Haftung.

Sprechstunde vor der Operation

Sämtliche Aufklärungs- und Beratungsgespräche werden ca. eine Woche vor Aufnahme erfolgen. Dazu gehören Gespräche mit der Anästhesie, der Chirurgie, der Pflege sowie der Apotheke (siehe Laufzettel, den Sie ausgehändigt bekommen).

In der Klinik

Ankunft in der Klinik

Die stationäre Aufnahme ist in der Regel gegen 14 Uhr am Tag vor der OP oder um 7 Uhr am OP-Tag vorgesehen. Unter Umständen wird am Tag der stationären Aufnahme nochmals eine Blutentnahme durchgeführt.
Unsere Pflegekräfte werden Ihnen Ihr Zimmer zuweisen und Ihnen dabei behilflich sein, sich für die anstehende Operation optimal vorzubereiten. Auch unser Bewegungsparcours wird Ihnen vorgestellt. Diesen sollen Sie für die Phase nach der Operation aktiv nutzen, um Ihren ursprünglichen körperlichen Zustand rasch wiederherzustellen.
Um den geplanten Behandlungsverlauf nochmals mit Ihnen durchzugehen, machen wir gegen 14.30 Uhr generell eine kurze Informationsrunde für Patienten, bei der der stationäre Aufenthalt noch einmal chronologisch dargelegt werden soll, um die Patienten optimal vorbereiten zu können und offene Fragen zu beantworten. Die Patienten werden dafür von der ERAS-Nurse aus ihren Zimmern abgeholt.
Auch ein Patiententagebuch wird Ihnen ausgehändigt. Dort werden wichtige Informationen abgefragt, welche den Behandlungsprozess betreffen. Bitte versuchen Sie die jeweiligen Bereiche täglich auszufüllen.

Essen und Trinken vor der Operation

Am Tag vor der Operation dürfen Sie ganz normal essen und trinken. Verzichten Sie bitte auf Alkohol. Ab Mitternacht bzw. spätestens sechs Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts mehr essen.

Zudem sollte Ihr Körper vor der Operation mit ausreichend Energie versorgt werden: Dafür wird Ihnen vom Pflegepersonal Apfelsaft ausgehändigt. Trinken Sie diesen am Vorabend der Operation, z. B. zwischen 20 und 21 Uhr. Am nächsten Tag, also am Tag der Operation, erhalten Sie nochmals Apfelsaft. Diesen sollten Sie dann morgens zwei bis drei Stunden vor Beginn der Operation trinken.

Tag der Operation

Bis zwei Stunden vor Ihrer Operation dürfen Sie noch Wasser, Kaffee (ohne Milch) oder Tee trinken.

Transport in den OP

Am Tag der Operation erfolgt der Weg in die Operationsschleuse zu Fuß, abhängig von Ihrem körperlichen Zustand. Sie werden auf dem Weg vom Pflegepersonal begleitet. Bitte bringen Sie hierzu Ihren Bademantel mit, den Sie über dem OP-Hemd tragen können.

Nach der Operation

Im Aufwachraum

Nach der Operation werden Sie in den Aufwachraum gebracht. Hier werden dann folgende Dinge durchgeführt:

  • Ihr Puls und Blutdruck werden regelmäßig gemessen
  • Bei Bedarf wird Ihnen Flüssigkeit über eine Infusion zugeführt
  • Unter Umständen erhalten Sie zusätzlich Sauerstoff über eine Maske
  • Eine Pflegefachkraft erkundigt sich regelmäßig nach Ihrem Befinden und Ihren Schmerzen
  • Je nach körperlichem Zustand (Vorerkrankungen etc.) werden Sie nach kurzer Zeit auf die Normalstation zurückverlegt

Des Weiteren wird Ihnen im Aufwachraum ein Wassereis angeboten. Nehmen Sie dieses Angebot bitte an. Durch die Kälte und den Zuckergehalt lässt sich eine eventuelle Übelkeit sehr gut vermeiden.

Zurück auf Ihrem Zimmer

Sobald wir Sie zurück auf Ihr gewohntes Zimmer gebracht haben, dürfen Sie sich weiter ausruhen. Zudem dürfen Sie schon damit starten, schluckweise zu trinken. Wenn Sie Hunger haben und sich wach fühlen, können Sie das Mittagessen nachträglich einnehmen.

Physiotherapie am Tag der Operation

Je nach Operationsplanung werden noch am OP-Tag physiotherapeutische Maßnahmen angestrebt, die am Patientenbett eingeleitet und durchgeführt werden sollen, z. B. das Sitzen an der Bettkante oder die Mobilisation in den Stand. Im besten Fall werden Sie auch schon in der Lage sein, einige Schritte zu laufen.

Wichtig: Versuchen Sie, am Abend der Operation aufzustehen und ins Bad zu gehen, um sich für die Nacht frisch zu machen. Melden Sie sich hierzu unbedingt bei unseren Pflegekräften. Sie unterstützen Sie beim ersten Aufstehen.

Denken Sie bitte auch daran, unseren Bewegungsparcours aktiv zu nutzen. Hier können Sie z. B. das Treppensteigen üben. Die Physiotherapie wird Sie hierbei anfangs begleiten.

Während Ihres stationären Aufenthalts sind verschiedene Untersuchungen vorgesehen, um den Heilungsverlauf zu kontrollieren. Dazu gehören unter anderem ein bis zwei Blutentnahmen sowie eine Röntgenkontrolle der eingesetzten Prothese. Zwischen dem vierten und fünften Tag nach der Operation ist die Entlassung vorgesehen, sollten die Blutwerte, die Wundverhältnisse und ihr derzeitiger Allgemeinzustand dies erlauben.

Üblicherweise können Sie mit unseren Folienverbänden duschen, fragen Sie hierzu bitte vorher die Pflegekräfte. Die Folienverbände ermöglichen eine einfache Überwachung der Operationsstelle, verhindern das Eindringen von Bakterien und können bis zu sieben Tage verbleiben.

Optionale Begleittherapien

Thromboseprophylaxe

  • Die Thromboseprophylaxe wird standardmäßig nach der Operation in Tabletten- oder Spritzenform eingeleitet
  • Planmäßig wird das Medikament abends durch die zuständige Pflegekraft ausgehändigt

Kompressionstherapie

  • Bei dieser Therapiemethode handelt es sich um eine Art aktive Thromboseprophylaxe, bei der die natürliche Venenfunktion durch ein pulsierendes Fußpad unterstützt wird
  • Dadurch sollen mögliche tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien aktiv verhindert werden
  • Ein weiterer Effekt ist die Reduktion von Schwellungen an der betroffenen Extremität
  • Die Kompressionstherapie wird bei Bedarf durch den Stationsarzt angesetzt

Schmerzsituation

Die Schmerzsituation nach der Operation wird dreimal am Tag durch das pflegerische Team eingeschätzt. Hierzu wird eine 10-stufige Skala verwendet, wobei die Zahl 10 mit sehr starken Schmerzen und die Zahl 0 mit keinen Schmerzen gleichgestellt wird.

Medikation

Ausgehändigt wird Ihnen eine blaue Medikamentenbox, bestehend aus Ihren Hausmedikamenten und zusätzlichen Schmerzmedikamenten. Die Einnahme erfolgt in der Regel morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten sowie nachts vor dem Schlafengehen.

Wichtig: Bei den speziell verpackten Medikamenten handelt es sich um Opiate, welche regelmäßig eingenommen werden sollten, da nur so ein effektiver Medikamentenspiegel im Blut erreicht werden kann. Diese Medikamente wirken dann für ca. zwölf Stunden.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, zusätzliche Schmerzmedikamente in Anspruch zu nehmen, sofern die planmäßige Medikation nicht ausreicht. Die Bedarfsmedikation wurde bereits im Vorfeld durch den Arzt festgelegt. Diese sollten Sie bei Bedarf explizit bei der zuständigen Pflegekraft anfordern.

Achtung: Stark wirkende Schmerzmittel führen häufig zu Verstopfungen. Deshalb ist die kontinuierliche Einnahme einer Abführhilfe unumgänglich. Dementsprechend werden Sie morgens einen Becher mit dem Medikament „Macrogol“ als Pulverpräparat erhalten, welches in Wasser aufgelöst eingenommen werden kann.

Entlassung

Schichtübergabe am Patientenbett

Regulär führen wir die Schichtübergabe zwischen dem Früh- und Spätdienst direkt an Ihrem Bett durch. So haben Sie die Möglichkeit, Ihren Behandlungsprozess aktiv mitzugestalten und offene Fragen zu stellen.

Was bedeutet das für Sie?

  • Sie kennen Ihre zuständige Pflegekraft
  • Sie können aktiv mitwirken und Unklarheiten klären
  • Sie erhalten aktuelle und transparente Informationen

Entlassung

Die Entlassung erfolgt in aller Regel vier bis fünf Tage nach Ihrer Operation. Hierzu sollten Sie natürlich mit Ihren Schmerzen zurechtkommen. Bitte geben Sie das ausgefüllte Patiententagebuch am Tag Ihrer Entlassung bei den Pflegekräften ab.

Zu Hause aktiv bleiben

Bewegung hilft Ihrem Körper, schnell von der Operation zu genesen und das Herz-Kreislaufsystem zu kräftigen. Dementsprechend sollten Sie mehrere kurze Spaziergänge am Tag planen.
Familie und Freunde spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung des Alltags und können Sie in folgenden Bereichen unterstützen:

  • Begleitung nach Hause
  • Unterstützung bei den Spaziergängen
  • Kochen und Einkaufen
  • Hausputz
  • Wäsche waschen

Notfallmäßige Vorstellung nach der Operation

Wann sollten Sie Kontakt zur Klinik aufnehmen?

  • Wenn Ihre Wunde stark schmerzt, überwärmt und/oder gerötet ist
  • Wenn Sie Fieber haben (über 38°C)
  • Wenn Sie trotz Schmerzmedikamenten zunehmend Schmerzen haben

Sollten diese Fälle eintreffen, melden Sie sich bitte umgehend bei Ihrem Hausarzt oder über die Zentrale Notaufnahme in unserer Klinik unter Tel. +49 (0) 5921 84-1301.

Wichtige Fragen & Antworten

Wie lange nach der Hüft-OP muss ich aufpassen?

Eine kräftige Narbenbildung kann bis zu drei Monate andauern. Innerhalb dieses Zeitfensters sollten Sie mit extremen Bewegungen vorsichtig sein. Danach probieren Sie einfach aus, welchen Bewegungsumfang Sie erreichen, ohne dass Schmerzen auftreten. Diese Bewegungen dürfen Sie dann auch gefahrlos durchführen. Dies sind Empfehlungen zu Ihrer Sicherheit.

Wann darf ich wieder Auto fahren?

Es gibt keine Zeitvorgabe! Sie müssen ins Auto ein- und aussteigen können und die Pedale auch in einer Notsituation mit kräftigem Druck bedienen können.

Wie lange muss ich die Stützen benutzen?

Wir geben keine Stützentragepflicht oder -zeit vor. Sobald Sie sich ohne Gehstützen sicher fühlen, dürfen Sie diese weglassen. Die Gehstützen sind nur für Ihre Sicherheit da, nicht für eine Entlastung des Gelenkes, es sei denn Sie dürfen nicht voll belasten.

Wann kann ich wieder Fahrrad fahren?

Bei Hüftpatienten ist das Radfahren alleine durch das Auf- und Absteigen vom Rad limitiert. Dies sollten Sie sicher beherrschen.

Wie lange bin ich krankgeschrieben?

Hierfür gibt es keine pauschale Antwort. Wenn Sie in einem körperlich belastenden Beruf tätig sind, kann eine Ausfallzeit von drei bis vier Monaten sicher eingeplant werden.

Wann kann ich wieder selbstständig auf die Toilette?

Wenn alles optimal verläuft, ist das oft schon am OP-Tag möglich – spätestens meist am ersten Tag nach der OP.

Schwellen meine Beine nach der OP an?

Ja, es ist normal, dass Ihr operiertes Bein, teilweise auch beide Beine, am zweiten bis vierten Tag nach der OP anschwellen.

Übungen von unseren Physios Claudia & Ekrem

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Physioübungen vor der OP

Physioübungen nach der OP

Nach der OP - Gangarten an Unterarmgehstützen

Nach der OP - Treppen steigen

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